Drei Grundlagen-Bücher zum Thema Ordnung
Auch diese Woche gibt es wieder eine neue Podcastfolge zum Thema Ordnung. In dieser Folge möchte ich euch meine Bücherlieblinge vorstellen. Diese drei Bücher eignen sich, um in das Thema Ordnung einzuführen. Dabei müsst ihr natürlich nicht alle lesen. Wählt einfach das aus, was euch am meisten anspricht. Wenn sie persönlich mit euch resonieren, können praktische Methoden und Grundlagen gute Chancen haben, euch weiterzuhelfen!
Hier ist das Transskript der Folge:
“Hallo Leute, willkommen bei Leben für Anfänger. Ich bin Pauline und ich bin vermutlich zum ersten Mal auf dieser Welt. Ihr auch? Gut. Dann lasst uns gemeinsam herausfinden, wie das mit dem Leben geht. In diesem Podcast möchte ich erforschen, was uns Menschen erfolgreich und glücklich macht und ob das wirklich so einfach und selbstverständlich abläuft, wie das manchmal den Anschein hat oder was wir mit dem Gefühl anstellen sollen, ein Lebensanfänger zu sein.
Heute möchte ich euch drei Bücher vorstellen, die ich zum Thema Ordnung empfehlen kann und das sind sozusagen die Grundlagen (da gibt’s dann immer noch sehr viel mehr in verschiedene Richtungen). Aber das sind so die Grundlagen für das Thema „Wie mache ich das eigentlich, wenn ich mich sortieren möchte?“ Und zwar nicht nur: „Ach, wie könnte mein perfektes Leben aussehen?“, sondern realistisch: Wie kann ich das eigentlich umsetzen?
Das erste Buch was ich empfehle, ist Simplify your Life von Werner Tiki Küstenmacher und das Buch ist tatsächlich auch der Grund warum ich mich entschieden habe, in das Thema einzusteigen. Ich hab das, glaube ich, in der Pubertät gelesen, wo ich schon Probleme mit Ordnung hatte, würde ich mal sagen. Also wer mich kennt, weiß schon, dass ich gar nicht so ordentlich geboren wurde, sondern in das Thema eingestiegen bin, weil es mir selber was bedeutet hat. Und dieses Buch hat sehr sehr viele konkrete Tipps zum Thema aussortieren und vor allem geht es nicht nur auf die physische Ebene. Also es geht nicht nur darum, wie sortiere ich Gegenstände aus, sondern es hat eine Ordnungspyramide, die aufeinander aufbaut. Ich glaube es ist in Keller bis Dachboden geteilt oder sowas. Vorne so eine tolle Illustration und diese Illustrationen kommen überall vor. Ich sehe die immer wieder in Räumen hängen, dass kleine Bildchen davon gezeigt werden (zum Beispiel in Meetingräumen). Es geht zum Beispiel auch um Finanzen sortieren. Das hat mich natürlich mit 12 nicht wirklich interessiert. Es geht auch darum für sich Ordnung in Freundschaften, Gesundheit und Sportlichkeit und so weiter zu bringen. Das hat mir sehr gefallen, dass es gleich auf alle Ebenen eingeht. Und man muss gar nicht unbedingt alles lesen. Also wie gesagt, als ich es das erste Mal gelesen habe, waren viele Themen für mich ganz interessant. Es hat ein Glossar hinten. wenn man zum Beispiel „Hängeregistratur“, was man am Schreibtisch nutzen kann, noch mal nachschlagen will dann guckt man das hinten nach. Und ich hab im Kopf gehabt, dass das seitenweise Erklärung war und dann war das nur so ein kleiner Abschnitt, aber es halt so viel Inhalt. Also ich hatte zum Beispiel eine Kundin, mit der ich darüber gesprochen habe. Sie sagte, „Ich würde gern am Schreibtisch bisschen mehr Luft haben.“ Ich sagte, ich habe von dieser Hängeregistratur gelesen. Da geht es drum, dass die Zettel die reinkommen (Briefe etc.) nicht als Haufen landen, sondern in diese Registratur hochkant reingestellt werden, dass man die greifen kann und nicht erst rauswurschteln muss. Und dann wollte ich ihr diesen Teil in dem Buch empfehlen und dachte jetzt muss sie da so viel lesen und es war wirklich nur so ein kleiner Abschnitt. Das ist voll gepackt mit Infos, die mich Jahre später plötzlich finden. Ist auch so ne Sache, man muss es nicht gleich beim ersten lesen sofort verstehen, man kann das immer wieder nachschauen. Ich hab das auch griffbereit und schau immer mal wieder gerne nach und es „simplyfeit“ wirklich mein „life“. Zum Beispiel gibt es eine Methode, wenn man zum Beispiel seine Schreibtischoberfläche sortieren möchte, dass die Dinge, die dort liegen in vier Teile aufteilt werden: Wegschmeißen, delegieren, To-do oder so geht es dann weiter. Das ist auch was, was mich Leute manchmal fragen: Wie kann ich denn strukturiert vorgehen? Also in welche Kategorien kann ich überhaupt aufteilen und das sind die Basics, die in diesem Buch erst mal abgedeckt werden. „Wie soll ich dann überhaupt in dem Moment vorgehen und wie mache ich, dass das nicht so kompliziert ist also wie „simplyfie“ (das Wort bezieht sich auf den Titel).
Das kann ich als Grundlage empfehlen und man muss es vor allem auch nicht von vorne bis hinten durchlesen, sondern das reicht auch, wenn man eine Seite liest und dann selbst ins Sortieren kommen kann.
Das zweite Buch was ich euch empfehlen möchte, ist Magic Cleaning von Marie Kondo. Lasst euch nicht verunsichern, diese Titel sind auf Englisch aber die Bücher sind auf Deutsch unter diesen Titeln verfügbar. Magic Cleaning ist sozusagen das Grundlagenwerk von Marie Kondo, würde ich sagen zum Thema aussortieren. Die Marie Kondo ist ne Japanerin, die die Aussortierindustrie geprägt hat und sie geht mit einer ganz anderen Haltung daran als wir Europäer, würde ich mal sagen also sie hat ne sehr persönlich Verbindung zu den Häusern und Gegenständen. Es gibt ne Serie von Marie Kondo, wo gezeigt wird, wie sie verschiedene Häuser aussortiert. Ich bin nicht der größte Fan von dieser Serie, aber man kann darin eine Methode sehen, die sie macht, die ich schön finde. Sie bedankt sich bei den Gegenständen dafür, dass sie einem gedient haben, wenn sie aussortiert werden. Sie begrüßt das Haus, in das man reinkommt; sie sagt auch, dass einen Raum eine Energie hat, und so weiter. Das ist eine ganz andere Haltung und trotzdem etwas, was wir uns als Europäer vielleicht zu Gemüte führen können. Und sie beschreibt eine Methode, wie man komplett das ganze Haus von A bis Z in einer Aufräumparty sozusagen aufräumen kann. Also wie das Aussortieren funktionieren kann und dabei unterscheidet sich das vom ersten Buch Simplify your Life. Simplify your Life kann man einfach eine Seite lesen und da schaut man dann Schreibtisch sortieren oder E-Mails sortieren und dann kriegt man die Antwort darauf und bei Marie Kondo geht es wirklich darum: „Was mache ich, wenn ich dieses ganze Gerümpel rauskriegen will, einmal loslassen will auf eine sehr organische Art und Weise“. Und es wird halt alles im Detail beschrieben. Und die Marie Kondo bildet auch aus. Also ich habe mit einer KonMari Consultant gesprochen in einem der früheren Podcasts und das KonMari-Prinzip geht nach einer bestimmten Methode vor. Also es gibt zum Beispiel sogar Falttechniken, die sie beschreibt, die besonders platzsparend sind. Man muss dazu sagen, dass Japan teilweise Städte hat, die sehr bedrängt wohnen und die die Wohnung sind einfach sehr klein. Dann fährt zum Beispiel die Toilettentür in die Wand hinein, wenn man rein geht, damit man bloß keinen Platz damit verschwendet wird, dass die Tür noch auf schwingt oder so. Deswegen sind da einfach ganz andere Themen wichtig. Das ist ein ganzer Lebensstil und dieses Buch kann wirklich inspirieren und sie beschreibt auch selber zum Beispiel wie sie ihre Familie genervt hat, in dem sie alles aussortiert hat. Also auch was funktioniert, was funktioniert nicht gut? Wie kann ich mich auf mich konzentrieren? Einen Tipp gibt es, nicht nach Räumen zu sortieren, sondern nach Kategorien. Also wenn man zum Beispiel Hygieneartikel im Kleiderschrank, aber auch im Bad hat, dann soll man alle zusammen auf einen Haufen tun und die alle gemeinsam sortieren. Das ist sozusagen sehr logisches organisches Aufräumen was sie beschreibt und kann manchmal die Frustration von diesen Stücken etwas auflösen. Also das ist ein Buch, was noch mal so richtig in die Tiefe führt.
Und das dritte, von dem ich sprechen wollte, ist Wie ich die Dinge geregelt kriege von David Alan. Da geht es noch mal ein bisschen mehr darum: „Wie priorisieren ich eigentlich Arbeit und Privatleben. Was mache ich mit diesen ganzen Zetteln, die mir lose rumliegen? Wie geh ich mit meiner E-Mail Inbox um was mache ich mit den Ideen, die ich im Kopf habe wie teile ich eigentlich ein Projekt in Teile auf was macht dein Projekt aus eine Sache?“ Eine Idee, die mir sehr im Kopf geblieben ist, ist man kann kein Projekt machen. Man kann Schritte in einem Projekt unternehmen. Man könnte zum Beispiel sagen: Eine Hochzeit planen ist ein Projekt. Was heißt das denn? Ich setz mich hin, plane eine Hochzeit, was ist denn da der erste Schritt? Und vielleicht ist erst mal der erste Schritt, ich setz mich mit meinem Partner hin und brainstorme. Was für Schritte müssen wir eigentlich unternehmen, um die Hochzeit planen? Was ist uns wichtig? Wollen wir ne Band haben? Eine Hochzeitplanen ist einfach keine Sache die man in einer Stunde erledigen kann. Aber wie kann man das aufbrechen? Vielleicht ist der erste Schritt, eine Band anzurufen oder sowas. Ich nutze dieses Prinzip auch immer noch. Ich habe, glaube ich, vor zwei Jahren dieses Buch gelesen oder noch länger her. Und damit hab etwas, in dem ich sozusagen Alltag und Arbeit in einem priorisieren kann, indem ich dieses Buch gelesen habe. Und der David Alan hat auch YouTube-Kanal, super sympathischer Typ, auch wirklich kein komplizierter Typ, sondern einfach so sitzt er an seinem Schreibtisch und spricht über seine Inbox, w einfach alle Zettel reinkommen. Oder er hat zum Beispiel gesagt, da war mein Diktiergerät leer, dann hab ich das einfach in die Inbox geworfen und dann weiß ich, das bedeutet, ich muss die Batterien auffüllen. Oder zum Beispiel hat er ne Liste wo drauf steht was für Dinge gerade wichtig sind und dann sortiert er zum Beispiel nach „was muss ich machen, wenn ich in der Stadt bin“ und dann ist es egal in welcher Stadt er ist. Wenn er auf Reisen ist, dann kann er auch das Shampoo neu kaufen, was er zu Hause neu kaufen wollte (wenn er nicht gerade Gewichtsbeschränkungen im Flugzeug hat oder sowas). Aber einfach das er diese kleinen produktiven Sachen mit im Alltag sortiert und organisiert. Das war sozusagen noch mal mehr bezogen auf Post, E-Mails, Zettel, die rumfliegen. Also ich würde eher sagen was man heute als digitales Sortieren verstehen kann, auch wenn es sich nicht nur ganz aufs Digitale bezieht, aber mehr in Richtung Theoretisches und Ideen, da ist dieses Buch sehr sehr hilfreich. Das kann ich sehr empfehlen.
Und wie gesagt, es gibt noch ein Haufen weitere Bücher die tiefer gehen, die werde ich jetzt aber in diesem Folge nicht besprechen, aber gerne in einer anderen weiteren Folge. Schreibt mir gerne in die Kommentare, ob ihr weitere Bücher kennt. Was mir gerade zum Beispiel spontan noch einfällt ist Swedish Death Cleaning. Das heißt auf Deutsch glaube ich anders. Also da geht es drum wie sortiere ich mich sozusagen im Hinblick auf meinen eigenen Tod. Das muss man gar nicht unbedingt machen, wenn man alt ist oder so, sondern das kann man zum Beispiel auch einfach zwischendrin machen. Da geht darum, dass dieses „ach, ich bin ja gar nicht für immer da“ dafür sorgt, dass ich mir überlege, was möchte ich überhaupt hinterlassen. Das kann auch digital gelten. Gerade hab ich zum Beispiel meine Konten gelöscht oder zumindest ein paar dieser Konten, Flyeralarm oder irgendwas, wo ich mal angemeldet, war völlig unwichtig. Ist einfach eine Beschäftigung damit, was ich auf der Welt hinterlasse. Das ist was mir wirklich wichtig ist oder dass das ne Rolle spielt oder meine Nachkommen auch interessiert. Das ist zum Beispiel noch einen Thema was mir gerade einfällt, das ist vielleicht etwas, was ihr gelesen habt. Vielleicht gibt es auch was was gar nicht „Aufräumen“ im Titel hat, was euch da sehr weitergeholfen hat. Das würde mich total interessieren. Schreibt mir gerne in die Frage-Funktion unter der Folge und ich bin gespannt, was ihr mir da so schreibt.
Ich wünsche dir sehr, dass du deine Systeme findest, dass du dich so gut verstehst, dass du dich im Alltag selber unterstützen kannst. Wenn meine Ideen heute mit dir resoniert haben, möchte ich dich einladen, direkt mit mir ins Gespräch zu kommen. Dies ist ein Link, mit dem du direkt ein Erstgespräch vereinbaren kannst.
Mehr zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Seite.
Danke fürs Zuhören von dieser Folge Leben für Anfänger. Ich hoffe sie konnte ein paar neue Ideen in euch anstoßen. Ich freue mich, wenn ihr mir diese in die Kommentare unter der Folge schreibt oder per Mail (paulinelevesque@gmx.de). Bis nächstes Mal!”