"Unsere Beziehung hat noch Spülraum" - eine Idee zur fairen Haushaltsteilung

Vor ein paar Tagen bin ich über das Buch “Unsere Beziehung hat noch Spülraum” von Chris Schiebel gestolpert. Darin beschreibt der Autor eine spaßige Methode zur fairen Haushaltsaufteilung für Paare. In dieser Folge des Podcasts erzähle ich euch, wie die Methode geht und wie ihr einschätzen könnt, ob sie für euch funktioniert.

Wie geht es euch mit der Haushaltsaufteilung bei euch zuhause?

Läuft das ganze intuitiv oder könnte die Aufteilung besser sein?

Habt ihr es vielleicht schon mal mit einem Haushaltsplan versucht, aber daran schnell die Lust verloren?

Du merkst, dass auch die anderen in deinem Haushalt bereit sind, sich an diesen Dingen zu beteiligen, wenn du klar bist, aber du weißt gar nicht, wo du anfangen sollst und wie eine entspannte Methode für dich aussehen kann?

Vielleicht ist diese Methode etwas für dich. Ich bin vor ein paar Tagen über dieses Buch gestolpert: „Unsere Beziehung hat noch Spülraum“ von Chris Schiebel. Darin beschreibt der Autor eine spaßige Methode zur fairen Haushaltsaufteilung.

Das Kernprinzip besteht darin, dass man eine Liste mit Punkten führt. Jede Stunde Hausarbeit gibt einen Punkt. So können beide sehen, wie viel beide gemacht haben. Oft entstehen Streitigkeiten im Alltag durch die Brille mit der wir unsere eigene und die Hausarbeit des anderen verzerren. Dort schätzen wir unsere eigenen Bemühungen großer ein als die des anderen, gerade wenn wir Aufgaben des anderen noch nie selbst gemacht haben. Wenn es aber so ist, dass wirklich jemand mit Punkten im Rückstand ist, ist das die objektive Art, das festzustellen und diese Person zum aufholen zu motivieren.

Wichtig ist, dass die Methode spielerisch durchgeführt wird. So eignet sich zum Beispiel ein festes Papier vom Bastelbedarf für die Liste besser, als ein kariertes, das unangenehm an den Matheunterricht erinnert. Die „Spieler“ dürfen sich auch lustige Namen auf der Liste geben, zum Beispiel aus der liebsten Fernsehserie. Vergleiche und Schuldzuweisungen sind nicht gewollt, lieber spielerische Motivation, gleichauf zu sein.

Bevor ihr die Liste aufhängt, ist es wichtig, dass ihr euch zusammensetzt und Grundprinzipien klärt (Spielregeln einführen). Der Autor schlägt etwa eine Stunde vor, in der eingeschätzt wird, wie lange Haushaltsaktivitäten dauern und wie viele Punkte sie entsprechend bekommen. Aufgaben, die einer Partei viel Spaß machen (ausgiebig Kochen z.B.) könnten mit der halben Punktzahl bepunktet werden. Aufgaben, vor denen ihr euch drückt (Anruf an den Vermieter, Katzenklo putzen) können doppelt bepunktet werden. Auch die Belastungssituation der Parteien wird mit einbezogen, zum Beispiel wie viel jemand arbeitet, wie oft man da ist etc.

Das dünne Büchlein über die Methode bietet weitere Antworten auf Fragen wie zum Beispiel verschiedene Auffassungen von Sauberkeit (Wann ist es nötig zu putzen, wann ist gut genug geputzt).

Wie immer ist diese Idee ein Vorschlag für dich und euch. Schätze selbst ein, ob euch diese Methode weiterbringt. Es gibt unendlich viele Ansätze. Nur weil dir diese Idee unter Umständen nicht gefällt oder sie gerade für euch nicht passend ist, heißt das nicht, dass nichts funktioniert. Im Gegenteil; ein Nein für eine Sache bedeutet der richtigen Idee schon viel näher zu sein. Deine Bewertung wertzuschätzen, hat hier oberste Priorität! Dass du dich auf diese Suche begibst, ist genau richtig!

Pauline Levesque